Bio

So klingt Musik aus Berlin Prenzlauer Berg - einst Arbeiter- und Aussteigerviertel, jetzt Nobelgegend. Mit viel Fantasie, Kraft und rauer Poesie besingt Bühnenwunder Jenz Steiner eine Welt, die im Verschwinden ist. Das tut er ohne Wehmut, dafür aber auf ganz charmante und zugleich schelmenhafte Art.

Steiner ist ein rappender Satiriker. Mit dem derben Humor einer Berliner Hinterhofrotzgöre nimmt er alles auf die Schippe. Voller Spaß und Ernst, voller Realismus und Übertreibung erzählt der Herzblut-Entertainer zutiefst menschliche Geschichten: Geschichten vom Großwerden, von Liebe und Verlust, vom ständigen Scheitern und vom flüchtigem Glück in den alten Mietskasernen und neuen Townhaussiedlungen der Stadt. Doch man muss kein Berliner Urgestein sein, um sich von Steiners persönlich-politischen Liedern berührt zu fühlen.

Steiner ist weder Eintagsfliege noch neuer Hype. Mit routinierten Live-Shows überzeugt und bewegt er ein anspruchsvolles und junges Publikum zwischen 20 und 35 Jahren mit Neigung zu HipHop, Punk und elektronischer Tanzmusik. Bei kleineren Veranstaltungen tritt Steiner meist allein auf. In mittelgroßen bis großen Locations unterstützen ihn DJ V.Raeter (SpokenView Records) und der Kontrabassist Alexander “Hofnarr” Hoffman auf der Bühne.

Die alten Anekdoten des gebürtigen Prenzlauer Bergers führten durch Keller und Ruinen, über Hinterhöfe und Dachböden. Steiners neue Geschichten sind inzwischen Geschichte. Sie begannen 1989, irgendwo zwischen Ost-Opposition und Untergrund-Partys in den feuchten Kellern frisch besetzter Häuser und mündeten im Journalismus und schließlich in der Musik. Steiner brachte viele Steine ins Rollen. Zeitungen, Sachbücher, Radiosendungen und Webseiten, aber auch eigene Veranstaltungsreihen sind die Früchte seines langjährigen Engagements.

English

As an MC, journalist and grassroots media activist, Jenz Steiner has been enriching Berlin’s cultural life for more than two decades. His music mirrors the anarchic spirit of his internationally known home, the district of Prenzlauer Berg – Berlin, during the vivifying time of the collapsing GDR.

Steiner sings of crumbling tenement storefronts, sleazy backyards and pirate radiostations broadcasting from the attics of squats. Mischievously and self-ironically he always catches the spirit of the time. In a very personal, facetious and touching way he gibes the economical crisis, gentrification, internet censorship, data mining mania and the lobby work of the content mafia.

His three Albums “Steiner, wie er singt und lacht” (2009), “Disko in der U-Bahn” (2003) and “Hart an der Grenze” (2001) were published independently under a creative commons license. Steiner supports local independent media networks, writes articles, essays and non-fiction books on youth- and subculture. Since 2004 Steiner is critically blogging about Prenzlauer Berg. For this he has been likewise criticized and appreciated by the mainstream media